Abmahnsinn: Journalistin vs. Blogger

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Es ist einfach Unglaublich. Fast jede Woche gibt es neue Fälle von überzogenen Abmahnungen. Der neuste liest sich schon wieder wie ein Witz.

Im Mai letzten Jahres(!) veröffentlichte der Blogger Philipp einen Artikel mit dem Namen “Obama of Nine”. In diesem Artikel zitierte er einen Artikel aus der New York-Kolumne der Zeit. Der Originalartikel wurde korrekt verlinkt und auch als Zitat gekennzeichnet.

Letzte Woche, also eineinhalb Jahre nach Erscheinen des Artikels, erhielt Philipp nun eine Abmahnung von der Autorin des Zeit-Beitrags. Er sollte nun 1.200 Euro Schadenersatz und 955 Euro Anwaltskosten bezahlen.

Näheres dazu gibt’s bei Spreeblick und bei netzpolitik.org.

Da anscheinend bekannt ist, daß solche Aktionen meist nach hinten losgehen, sollte sich die Autorin auch dazu äußern. Ihren Kommentar dazu gibt’s hier: http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/.

Wenn man diesen Kommentar liest wird einem richtig schlecht, aber wenigstens läßt sie die Abmahnung fallen.

Das Ganze kennen wir ja schon: Gute Journalisten – Böse Blogger.

Aber noch eine Sache: Wenn die Autorin Geld benötigt um ihre Wohnung in New York zu bezahlen, soll sie gefälligst dafür arbeiten. Und wenn in Amerika alles besser ist, soll sie dort bleiben und die deutsche Staatsbürgerschaft abgeben.

Von jemandem der früher in der Hausbesetzerszene war hätte ich sowas nicht erwartet.



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Ein Kommentar zu “Abmahnsinn: Journalistin vs. Blogger

  1. fellow passenger

    Nach hinten geht in diesem Fall auch der Euphemismus “Studio” hoch. Das ist in den USA nicht mehr als ein Wohnklo. Die nächstbescheidenere Unterkunft wäre aus Wellblech und Pappkarton.

    Eine sonderlich gute Figur gibt Frau Schweitzer in dieser Auseinandersetzung allerdings trotzdem nicht ab.