Sperrmüll in Breisach – Eine Oddysee

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Einen Sinn in der Breisacher Sperrmüllpolitik suche ich schon lange. Gefunden habe ich bis jetzt noch keinen. Bis vor ca. 15 Jahren war es so, wie in ganz Deutschland: 2 x im Jahr Sperrmüll. Man wußte genau woran man war.
Doch dann kam irgendeinem stumpfsinnigen Beamten in den Sinn das altbewährte zu ändern. Es wurde ein Sperrgütermarkt eingeführt. 2 x im Jahr mußte man seinen Sperrmüll auf einen Platz karren. Die Sperrmüllgeier rissen einem schon während der Auffahrt die Karre auf und begannen den Müll auszuladen. Nach einigen Jahren wurde dieses Konzept wieder verworfen, weil zu viele Sachbeschädigungen gemeldet wurden. (Mir wollten sie einmal den CD-Wechsler aus dem Kofferraum klauen.)
Nun gibt es “Sperrmüll auf Abruf”. Man bekommt jedes Jahr 2 Sperrmüllkarten. Diese schickt man ein und bekommt ca- 6-8 Wochen später einen Termin für die Abfuhr. Nicht schlecht eigentlich, bis auf einen Nachteil: man muß genau aufzählen, welche Gegenstände man an die Straße stellt. Teile, die nicht auf der Karte stehen, werden nicht mitgenommen.
Allerdings kann mit einer Sperrmüllkarte den Müll zur Deponie bringen. Genau dieses wollte ich heute tun. Also gut: Rücksitze von meinem alten Escort Caravan umgeklappt, Sperrmüll eingeladen und ab zur Deponie. Die Deponie ist ca. 5 km von der Stadt entfernt direkt an der Bundesstraße. Die Straße ist kerzengerade (Gott sei Dank, denn der Müll steht bis unters Dach).
Auf der Deponie angekommen zeige ich meine Sperrmüllkarte. Lapidare Antwort: “aber nicht bei uns”. Man erklärte mir, daß seit dem 1. Januar die Müllverbrennungsanlage im 20 km entfernten Eschbach für den Sperrmüll zuständig sei. Also gut. Mit meinem überladenen Escort durch zig Dörfer nach Eschbach.
Dort angekommen schaut man mich ungläubig an. “Aber doch nicht heute…” Langsam steigt mir die Galle hoch…”Nur Dienstag und Donnerstag von 15-18 Uhr und Samstags von 8-12 Uhr”. Ich erklärte der Dame, daß ich 25 km gefahren bin um meinen Sperrmüll zu entsorgen. Sie drückte ausnahmsweise ein Auge zu. Gott sei Dank. Somit brauchte ich sage und schreibe 1,5 Stunden um den Müll wegzubringen.
Tolles System. Oder?….



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Kategorie: Das nervt...



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5 Kommentzare zu “Sperrmüll in Breisach – Eine Oddysee

  1. Reto

    OMG

    Hört sich ja wirklich bescheuert an…
    Aber so ist das nun mal in Deutschland, Beamte werden dafür bezahlt, sich ständig neue Schikanen einfallen zu lassen.

  2. Hans

    Ist zwar dumm gelaufen, aber solche Dinge könnte man(n) wunderbar einfach im Internet nachlesen. Da stehen solche Änderungen nämlich drinne.

  3. Ralf

    Ich glaube mit so etwas muss man in der heutigen Zeit leider immer rechnen. Positiv wirkt sich das allerdings nicht aus.

  4. Marco

    hallo,
    man kann auch online seine Sperrmüllkarte einlösen.
    Das geht dann um einiges schneller, sodass der Termin dann in 2-3 Wochen vorher bekannt gegeben wird.
    Klar muss man da einiges angeben, jedoch gibt es ja garnicht so viele Freiflächen um alles einzutragen.
    Und wird einem ja noch in der Nacht was vom Müll geklaut…
    Einfach die größte Karte am ende des jahres einlösen, dann geht nichts schief.
    gruß